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20 Jahre Coaching Ausbildung Freiburg – Ein kleiner Rückblick

Hans-Georg Huber

Jetzt sind doch tatsächlich schon 20 Jahre vergangen, seit ich die erste Coaching Ausbildung in Freiburg angeboten habe. Zwanzig Jahre sind schon etwas Besonderes. Ein guter Grund für einen kleinen Rückblick.

1997 war der Startschuss für unsere erste Coaching Ausbildung in Freiburg

Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits einige Jahre als professioneller Coach und Prozessbegleiters unterwegs. Coaching war damals recht neu und noch nicht sehr etabliert. Damals gab es vor allem drei Gruppen, die sich gut gerüstet fühlten für die Arbeit als Coach in der Wirtschaft:

  • Psychologen, die als Psychotherapeuten tätig waren
  • Unternehmensberater, die in der Wirtschaft tätig waren
  • Führungskräfte aus der Wirtschaft

Die einen hatten ein Verständnis für die Tiefendimension von Menschen, die anderen für Abläufe im Unternehmen. Es war schnell deutlich, dass ihnen jeweils die andere Seite fehlte. Dazu kam bei vielen das mangelnde Verständnis für die zwischenmenschliche Dynamik von Entwicklungsprozessen, z.B. in Gruppen und Organisationen.

Ich hatte mir diese vielschichtigen Kompetenzen im Lauf meiner bisherigen beruflichen Karriere angeeignet und hatte gleichzeitig bereits langjährige Erfahrung als Ausbilder von Psychotherapeuten. Andere Menschen für die professionelle Arbeit mit Entwicklungsprozessen zu qualifizieren, war mir vertraut und machte unglaublich Spaß.

Hans-Georg Huber 2002 in der Coaching Ausbildung Freiburg

Hans-Georg Huber 2002 während der Coaching Ausbildung in unseren Räumen

Unsere Coaching Ausbildung in Freiburg war damals eine der ersten im deutschsprachigen Raum. Ich war sehr überrascht, auf welch große Resonanz ich mit diesem Angebot stieß.

Die Weiterentwicklung der Coaching Ausbildung

Natürlich hat sich Coachingausbildung über die Jahre kontinuierlich weiter entwickelt. Das betrifft sowohl den zeitlichen Rahmen, als auch Methoden, Inhalte und Didaktik dieser Fortbildung. Mein Anspruch war immer, jede neue Ausbildung sollte noch besser werden als die Vorhergehende.

Eine zusammenhängende Coachingausbildung statt einzelner Module

Anfangs war die Coachingausbildung noch modular aufgebaut, d.h. man konnte sich nacheinander für die einzelnen Module (jeweils 3 x 3 Tage) anmelden. Der Nachteil: Man konnte Gruppendynamik und Gruppenkultur nicht optimal nutzen, da die Teilnehmer in den einzelnen Modulen nach 3 gemeinsamen Workshops immer wieder neu gemischt wurden. Später entstand dann das heutige Konzept, das vorsieht, dass die Teilnehmer über die gesamten 12 Workshops innerhalb von 2 Jahren eine geschlossene Ausbildungsgruppe bilden.

Die reale Praxis ist wesentlicher Teil der Ausbildung geworden

Obwohl wir von Anfang an mit viel praktischen Übungen innerhalb der Ausbildung gearbeitet haben, hat mir die konkrete praktische Erfahrung der Teilnehmer außerhalb der Fortbildung mit echten Kunden gefehlt. Eine Zeitlang gab es dann dafür ein Zusatzmodul für Absolventen, die bereits praktisch tätig waren. Auf der anderen Seite fand ich es immer schade, andere Teilnehmer, die diesen Praxisbezug nicht haben, davon ausschließen zu müssen. Denn die Lernerfahrung und Kompetenzsteigerung für die Teilnehmer ist dort sehr hoch.

Ich habe dann unsere Ausbildung um einen zusätzlichen Praxisteil ergänzt, bei dem die Teilnehmer im 2. Jahr der Fortbildung mit echten Kunden im Bereich der Prozessbegleitung arbeiten. Natürlich von unserer Seite aus betreut.

Erweiterung der Coachingausbildung um die Arbeit mit Gruppen und Teams

Streng genommen versteht man unter Coaching die Arbeit unter 4 Augen, also zwischen einem Coach und seinem Klienten. Ich habe mich relativ bald entschieden, die Coachingausbildung inhaltlich um die Arbeit mit Gruppen zu erweitern. Dafür sprechen vor allem 2 Gründe:

  • Das Besondere an unserer Coachingausbildung ist nicht die ausschließliche Vermittlung von Methoden, sondern die Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für die Begleitung von menschlichen Entwicklungsprozessen. In dieser Tiefe sind viele Wirkmechanismen identisch oder nahe verwandt, egal ob man mit Einzelpersonen oder Gruppen arbeitet. Natürlich sind die Methoden und die Dynamik dann unterschiedlich, darauf wird jedoch intensiv eingegangen.
  • Die Realität ist, dass nur sehr wenige Personen ausschließlich mit Einzel-Coaching ihr Geld verdienen. Die meisten Coaches sind hauptsächlich als Seminar-Trainer und Prozessbegleiter unterwegs. Und das hat auch inhaltlich viele Vorteile, z.B. weil die jeweiligen Kompetenzen sich gegenseitig bereichern.

Das Erfolgsrezept der Coaching Ausbildung in Freiburg?

Als wir mit unserer Coachingausbildung starteten, gab es einige wenige andere Coaching Ausbildungen in Deutschland, heute sind es Hunderte. Wie war es möglich sich so lange auf dem Markt zu behaupten? Dafür gibt es wohl mehrere Gründe.

  • Ich habe den Kontakt zur Praxis nie verloren, d.h. ich war auch die letzten 20 Jahre kontinuierlich als professioneller Coach im Prozessbegleiter unterwegs. Da in dieser Arbeit Routine wenig Platz hat, habe ich mich natürlich weiter entwickelt und zusätzlich einen großen Erfahrungsschatz angesammelt.
  • Das Ziel unserer Ausbildung zum Coach und Prozessbegleiters ist es, angehenden Kollegen, aber auch Führungskräften die Ressourcen und Fähigkeiten an die Hand zu geben, um zielgerichtet und wirksam Entwicklungsprozesse begleiten zu können. Dieses Ziel habe ich konsequent all die Jahre verfolgt und niemals irgendwelche Abstriche gemacht.
  • Für mich ist diese Weiterbildung keine Ware, die ich an möglichst viele Menschen verkaufen möchte, sondern etwas, das ich an die richtigen Menschen weitergeben möchte. Bei den Teilnehmern treffe ich deshalb eine sehr behutsame Auswahl, die sicherstellt, dass die Grundvoraussetzungen erfüllt sind: Soziale und emotionale Kompetenz, Reflexionsfähigkeit, die Bereitschaft sich selber auf einen intensiven Entwicklungsprozess einzulassen und das Interesse an Menschen. Und ich achte darauf, dass die Teilnehmer bei aller Unterschiedlichkeit gut zueinander passen.

Das war ein kleiner Rückblick. Und nun freue ich mich auf die kommenden Coaching Ausbildungen in Freiburg 🙂

Hans-Georg Huber

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